Presseartikel über Ötscher Berufskleidung
Am 07.06.2007 erschien in der Tageszeitung "Die Presse" ein Bericht über unser Unternehmen und ein Interview mit Hrn. Mag. Dieter Götzl zum Thema Berufsbekleidung.
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Der Presseartikel ist auch auf der Online-Ausgabe der Tageszeitung auf www.diepresse.com abrufbar.
Kompletter Artikel
In der Nische konkurrenzfähig am 07.06.2007 von JAKOB ZIRM (Die Presse)
Der Berufskleidungshersteller Ötscher behauptet sich im schwierigen Textilmarkt.
Wien. Die heimischen Textilhersteller haben schon bessere Zeiten erlebt. Die Konkurrenz aus Fernost hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass sich sogar die Reihen der ehemals zahlreichen Vorarlberger Textilproduzenten deutlich gelichtet haben. Dennoch ist auch heute noch die Produktion von Textilien in Österreich möglich. Allerdings müssen sich die Unternehmen die passende Nische suchen. So wie die Firma Ötscher, ein Produzent von Berufsbekleidung aus Amstetten.
„Wir produzieren pro Jahr rund 800.000 Kleidungsstücke. 150.000 davon an unserem Stammsitz in Amstetten“, sagt Dieter Götzl, der zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen leitet. Etwa 50 Näherinnen sind in Österreich angestellt. Der Großteil der Produktion werde aus Kostengründen zwar in Osteuropa produziert. „Dort kostet eine Nähminute zwischen fünf und acht Cent, in Österreich kostet sie indes rund 50 Cent“, so Götzl. Trotzdem gäbe es auch Aufträge, die zu den heimischen Löhnen konkurrenzfähig durchgeführt werden könnten. Außerdem werde die gesamte Produktionsplanung noch in Österreich durchgeführt. Denn nur so erhalte man sich das Know-how, um die Lieferanten im Ausland zu kontrollieren.
Flexible Produktion in Österreich
„Der Trend zur Corporate Identity wird immer größer. Dadurch werden die Produktionsserien kleiner und die Ansprüche an die Qualität größer. Das ist der Grund, weshalb wir auch in Österreich noch konkurrenzfähig bleiben“, erklärt Götzl. Auch die Flexibilität spreche dafür, eine Kernproduktion in Österreich zu belassen. „Aus dem Werk in Amstetten können wir in drei bis vier Wochen liefern. Aus Osteuropa dauert es doppelt so lange. Bei einer Produktion in China oder Indien muss man mit vier Monaten rechnen.“ Einfache Kleidungsstücke wie T-Shirts werden daher im großen Ausmaß in Asien gekauft und dann in Europa weiterverarbeitet.
Etwa 14.000 Kunden hat das Unternehmen. Viele davon sind kleine Unternehmen, die nur wenige Kleidungsstücke im Jahr benötigen. Stolz ist man bei Ötscher aber auf den Großkunden VW. So beliefert das Unternehmen sämtliche VW- und Audi-Werkstätten weltweit mit der Bekleidung. „Zusammen mit der Marketing-Abteilung des Konzerns haben wir einen Katalog von rund 60 Artikeln zusammengestellt. Aus diesem können die einzelnen Betriebe bei uns bestellen“, sagt Götzl. Durch VW erzielt die Firma etwa zehn Prozent des jährlichen Umsatzes von 17 Mio. Euro.
Wenig Konkurrenz aus Fernost
Der Markt für Berufsbekleidung ist in Europa noch zu 70 Prozent in europäischer Hand. „Die Fernost-Produzenten haben die hohen Qualitätsanforderungen noch nicht erreicht“, so Götzl. Er erwartet, dass diese in Zukunft auch noch weiter steigen werden. Denn einerseits würde die Nachfrage nach „intelligenter“ Bekleidung mit integrierten Sensoren und speziellen Beschichtungen steigen. Andererseits gebe es strenge europäische Normen, die in vielen Bereichen beispielsweise aus Sicherheitsgründen erfüllt werden müssen.
BERUFSBEKLEIDUNG
17 Mio. Euro setzt der niederösterreichische Berufsbekleidungshersteller Ötscher jährlich um – allein zehn Prozent davon kommen vom Großkunden VW, dessen Werkstätten Ötscher beliefert. Erzeugt wird in Österreich und in Osteuropa.
(Quelle: "Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2007)



